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Mittelerde: Eine durchdachte andere Welt



Die ersten Legenden, aus denen "Das Silmarillion" besteht, erzählen von der Erschaffung des Universums und der Ausgestaltung der Welt, die Tolkien in Erinnerung an das nordische Midgard und die gleichbedeutenden Wörter im Mittelenglischen middel-erde (oder erthe), Mittelerde nennt. Mittelerde ist also kein reiner Phantasiename. Es ist der Name für die bewohnten Lande der Menschen "zwischen den Meeren".
Tolkien hat mit Mittelerde einen in sich geschlossenen Kosmos geschaffen mit einer Geographie, die sich im Laufe der Zeitalter gewandelt hat, sowie einer eigenen Zeitrechnung und einer eigenen Geschichte. Die Lebewesen, die dieses Reich bevölkern sprechen ihre eigene Sprache ... Diese Welt ist nicht statisch, sie hat sich im Laufe der vier Zeitalter, die Tolkien im Silmarillion beschreibt, ständig gewandelt und verändert.
Es ist nicht neu, dass ein Autor von Drachen, feenhaften Wesen und Zauberern erzählt, aber gleich eine dazugehörige Welt zu kreieren, das hatte es bis dato noch nicht gegeben! Tolkien hatte in seinem Vortrag über Fairy-Stories bereits geschildert, was ihm wichtig war. Er wollte eine Sekundärwelt schaffen, die phantastisch, aber in sich stimmig ist. Begibt man sich in sie hinein, so ist dort alles wahrhaftig.
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